Bericht zur Dart WM
Vorbei an Puddletown, Tolpuddle, Affpuddle, Briantspuddle, Turners Puddle, Piddletrenthide und Piddlehinton, immer schön auf der falschen Straßenseite, noch 15 Kreisverkehre falschrum durchgefahren und:
Angekommen!
In Weymouth: Austragungsort der Olympischen Spiele 2012 im Segeln und (viel wichtiger) der Dart 18 Weltmeisterschaft 2010
Wir sind eine Woche früher angereist, um uns auf die Verhältnisse einzustimmen und ein bischen England zu erkunden.
Wetter: Sonne, 3-4 Windstärken. Da läßt´s sich doch aushalten.
Segelrevier: Weymouth Bay. Quasi draußen auf dem Meer in der Buch vor Weymouth. „Draußen“ deswegen, weil der Segelclub in einem Innenhafen liegt. Ein Hafenbecken 3,5 x 3,5 km groß, das zum offenen Meer durch eine Mauer getrennt ist. „Draußen“ heißt aber auch Strömung und Welle. –Das, was wir Bayern am wenigsten kennen.
Also wollen in der Vorbereitung nichts verpassen. Wir segeln die Bucht auf und ab und informieren uns bei der Küstenwache über die Strömung. Wir kaufen Strömungskarten, vergleichen diese mit dem Tidenkalender und malen uns die Eckpunkte davon auf ein Klebeband, welches wir am Boot platzieren, um die Änderungen stündlich abgleichen zu können.
Ende der Woche füllt sich der Platz mit 131 weiteren Darts. Die Spannung steigt, wir können es kaum erwarten, dass es losgeht. Mit uns gehen noch 6 weitere Deutsche Teams an den Start. Ebenfalls aus Bayern sind Matthias Huber mit Jonathan List, Ludwig Herrle mit Andreas Scharrer und Klaus von Weitershausen mit Christian Wolf. Aus Norddeutschland haben Andreas Dammann mit Lutz Szech, Florian Bleisch mit Alfred Seeger und sein Sohn Adrian Bleisch mit Holger Radtke den Weg nach England gefunden.
Das Warten hat ein Ende:
Sonntag 22. August: Practise-Race
Endlich können wir im Vergleich zu den anderen Schiffen herausfinden, was die Strömung wirklich ausmacht.
Und ab hier wird das Wetter Englisch: Nebel. Flaute. Das Practise-Race wird abgesagt.
Montag 23. August:
Ab heut geht’s um Punkte. Angekündigte 5 Windstärken versprechen einen spannenden Tag. Beim Verlassen des Innenhafens empfängt uns eine 2 Meter hohe Dünung 90° zur Windrichtung. Das hatten wir so noch nicht. Im Startgebiet nimmt der Wind auf 25 bis 30 Knoten zu. Die Dünung kombiniert mit der Windwelle und 7 Windstärken ergeben ein Segelerlebnis der besonderen Art. Wir sind noch nicht bei so krassen Bedingungen gesegelt. Folglich purzeln wir mit 2/3 des Feldes über den Kurs. Unser Bestreben liegt einzig darin das Ziel zu erreichen, um nicht beim ersten Rennen schon volle Punkte zu kassieren. Sehr spät bricht der Wettfahrtleiter das Rennen ab und schickt uns an Land.
Die Bilanz: 8 Entmastungen, unzählige gebrochenen Latten und jeder um 1 Erlebnis reicher.
Dienstag 24. August:
35 Knoten Wind halten 264 Segler an Land. Nach dem Erlebnis vom Vortag kündigt der Wettfahrtleiter jedoch an, sich Vorstellen zu können uns im Innenhafen segeln zu lassen. Mit 132 Booten an der Startlinie ein spannendes Unterfangen. Der Vorteil hierbei wäre allerdings die zu vernachlässigende Strömung.
Mittwoch 25. August:
Um ein Leichtwindfenster zwischen den durchziehenden Tiefdruckgebieten auszunutzen laufen wir früh aus. Gesegelt wird tatsächlich im Innenhafen. Bei 1,5 Windstärken drängt alles in die erste Reihe der Startlinie und so gelingt erst der 3te Start. Zuvor scheiden 20 Boote bei schwarzer Flagge aus und sind fürs erste Rennen zum Zuschauen verdammt. Darunter reihenweise Topteams, wie die amtierenden Weltmeister Dode/Moreau aus Frankreich und unter anderem auch Matthias und Jonathan sowie Ludwig und Andreas. Die Leichtwindbedingungen sind wir aus Bayern ja gewohnt und können uns nach einem super Start im Ziel über einen 5ten Platz riesig freuen. In den Läufen 2 und 3 nimmt der Wind stetig bis auf 25 Knoten zu und wir müssen das Feld für die Starkwindspezialisten Räumen. Hier zeigt Matthias sein wahres Können und fährt 2 mal unter die ersten 10.
Donnerstag 26. August:
5-6 Windstärken lassen 3 perfekte Rennen zu. Erstaunlich, wie gut 130 Schiffe auf einem See, so groß wie der Schliersee über den Kurs kommen. Die Wettfahrtleitung zeigt ihr ganzes Können mit perfekt ausgelegter Startlinie und Kurs und sehr kurzen Wartezeiten zwischen den Rennen. Punkten können neben Matthias und Jonathan mit einem 3ten Platz auch Florian und Freddi mit einem 7ten Platz und Ludwig und Andreas haben am Ende des Tages einen 9ten und 11ten Platz in ihrer Liste stehen.
Freitag 26. August:
Noch einmal 5 Windstärken. Noch einmal 3 Rennen. Das Rennen um den Titel bleibt bis ins letzte Rennen offen und wird letztendlich von Tom Phipps und Richard Glover, 2 ehemalige Tornado-Profis, aus England gewonnen. Knapp dahinter die Vorjahresweltmeister Emanuel Dode und Fred Moreau aus Frankreich und die Weltmeistern von 2007 Dan Norman mit Mel Rogers aus England.
Das deutsche Team steht am Ende ebenfalls sehr erfolgreich da.
Matthias und Jonathan gelingt ein hervorragender 7ter Platz. Überraschungssieger sind Florian und Freddi auf Platz 17. –Herzlichen Glückwunsch! Wir können uns mit Platz 19 noch in den Top 20 behaupten. Dicht hinter uns Ludwig und Andreas als 23te. In das erste Viertel haben es auch Andreas und Lutz mit Platz 33 geschafft. Adrian und Holger landeten weit über Ihren Erwartungen auf Platz 60. Auch Klaus mit seinen 72 Jahren konnte sich gemeinsam mit Christian trotz der rauhen Bedingungen und damit verbundenen Rennausfällen auf einem 105ten Platz wiederfinden. Respekt an dieser Stelle!
Gesamtergebnis
Alles in Allem eine gelungenen Veranstaltung. Wir haben viel gelernt, viel Spaß gehabt, neue Freundschaften geschlossen und freuen uns schon auf die Dart 18 Weltmeisterschaft 2011 in Knokke in Belgien.
Samstag 28. August:
Der Tag danach. Sonne. 3-4 Windstärken.
Paul Wiebel & Linda Bierl Dart GER 5076
Bericht der Allgäuer Zeitung zum Blauen Band
Blaues Band vom Forggensee 2010
(msa) Bei typischen Bedingungen fürs Blaue Band (0-1Bft aus wechselnde Richtungen) starteten pünktlich um 14Uhr 44 Boote um den See abzusegeln. Das Regattafeld wurde von der suveränen Wettfahrtleitung beim ersten Start aufgrund vieler Frühstarter gesamt zurückgeholt.
Beim zweiten Start versuchten Maxi Ketterl(49er) und Philipp Stanglmaier (Musto) sich mit viel Freiraum in der Mitte der Startlinie zu positionieren, die zwei Ufo 22 standen bereits 3min vor dem Start wie betoniert an der Startlinie direkt neben dem Startschiff. Ein guter Start bei diesen Bedingungen ist Pflicht um anschließend alle Entscheidungsfreiheit zu haben um die Windecken und Dreher auszusegeln.
Der 49er und beide Ufos mischten ganz vorne im Feld der Zweirumpfboote mit. Eine spannende Angelegenheit war der Wettkampf der beiden Ufos Häberlen SCFF und Sattler SCS.
Maxi Ketterl gelang es mit dem 49er als erstes Boot die Ziellinie zu überqueren. Ein toller Erfolg für die Skiffs! Im Gesamtergebnis nach berechneter Zeit landete Maxi nun schon zum dritten mal hintereinander auf Rang 2. der Jollen. "Ein ungeliebte Pokal!". Bei den Kielbooten konnte sich die Crew Fam. Sattler mit 40 Sekunden vor der Crew des SCFF Häberlen auf dem Raumkurs behaupten und landete knapp auf den ersten Rang der Kielboote, die zugleich die ersten vier Plätze der Gesamtwertung belegten.
Jugendwoche
(msa) Viel Regen und wenig bis gar kein Wind führten dazu, dass am Club theoretische Segelprofis und Kickerweltmeister ausgebildet wurden. Durch die vielen Theoriestunden waren alle heiß endlich auf Wasser zu kommen um eine Regatta zu segeln.
Am Sonntag machte sich die Regattagruppe bereits um 9:30 auf den Weg zur SGD. Für alle anderen sollte die Regatta vor dem Clubgelände des SCS der Höhepunkt werden. Aus der starken Bewölkung entwickelte sich eine Gewitterfront die kurzzeitig für Starkwind sorgte und mit anschließenden Regen alle Hoffnungen auf stetigen Wind zu nichte machte. So konnte weder der Jugendcup der SGD noch unsere Jugendregatta durchgeführt werden.
Ein Telefonat am Abend mit Paul offenbarte die Enttäuschung: "...als der Wind nicht einmal ausreichte, um mit den ferngesteuerten Booten zu segeln, und kurz darauf das Gewitter kann, war ich richtig genervt!..." Paul kenne ich schon lange, und wenn Paul "genervt" von Segeln ist, dann müssen die Umstände richtig besch... sein. Um so größer die Freude über das positive Feedback der Kinder und Eltern. Wir freuen uns wenn ihr segelt!
Herzlichen Dank an alle Helfer, Betreuer und Eltern, die zur gelungen Jugendwoche beigetragen haben!
Clubmeisterschaft
(msa) Zur Gemeinschaftsregatta kamen aus den Nachbarvereinen wie immer eine Vielzahl von Kajütbooten. Der SCS war mit den Jollen vertreten. Linda startete an diesem Tag ihre Wettfahrtleiterkarriere nach dem Paul die Bojen über den gesamten unteren See verteilte. Da sich etliche Boote von SCMod an der Startlinie der OSC Regatta einordneten, wurde die Startverschiebung bis 2:30 Uhr oben gelassen. Bei leichten, aber konstanten Nordwind, machten sich dann alle auf den Kurs und waren der Wettfahrtleitung nicht böse, als sie sich bei schwächer werdendem Wind entschied, die Bahn auf 2 Runden zu verkürzen.
Ein herzliches DANKESCHÖN für die Ausrichtung der Regatta und die Crew auf dem Startschiff.
die Kinder sind die Gewinner Dart Ranglistenregatta
(msa) Am Anfang mussten wir Anton noch dazu ermutigen an der Regatta teilzunehmen. Aber als er mitbekam, dass Paul noch mehr Kinder als Vorschoter für die Dartregatta anheuerte, war klar, das auch Anton an den Start ging. So waren Lena, Annika, Anton, Maxi und Jean Paul mittendrin in einer spannenden Regatta. Die Klasse ist zu bewundern! Innerhalb weniger Minuten bauen sich die Darts fast wie von selbst auf. In aller Ruhe sind alle startklar. Nur wir sind mal wieder hinten dran, als wir unser geliehenes Boot aufbauen und feststellen, dass nicht alles so ist, wie man sich das als Perfektionist vorstellt. Egal sagt Paul zu uns, das passt und es entscheidet nicht das Boot sondern das Können. Nach zwei Tagen wissen wir nun, was er gemeint hat. Ein Dart ist simpel und somit einfach zu trimmen. Alle Boote sind gleich. Das Boot hat aber als schwertloser Kat so einige Eigenarten, die sich bei unterschiedlichen Winden, auch noch unterschiedlich bemerkbar machen. Nach 4 Versuchen nur einmal im Mittelfeld anzukommen, hatten wir uns für Sonntag mehr vorgenommen. Nachdem der Wind nun zugenommen hatte, war alles erlernte scheinbar hinfällig. Wieder nur das hintere Drittel. Und die anderen? Linda&Paul werden immer schneller und schneller. Auf einmal ist Franzi auf Platz drei zu finden! Mit dem älstesten Boot wohl gemerkt! Wir haben erkannt, das die Dartsegler alle ihr Boote und die passende Taktik dazu beherrschen. Für einen Kielbootsegler, mit dem Drang zur ultimativen Höhe ist die Umgewöhnung nicht an zwei Tagen zu schaffen. Darum freuen wir uns, wenn die nächste Dartregatta am SCS stattfindet.
Alexandra&Michael Dart 6008 (geliehen von Tobi und Simone - DANKE!)
Ansegeln 2010 SCFF
Paul und Linda starteten mit der Nautica 450 Race und Fam. Sattler wie gewohnt mit der Ufo22. Bei stetigem Wind aus Nord wurde eine Langstrecke über den See ausgelegt, wobei der Start direkt vor dem SCFF lang. Das Gedränge an der Startlinie führte durch das Fehlverhalten einiger Dickschiffe zu einem Gesamtrückruf, worauf die Startboje nach hinten genommen wurde, um diese unartraktiver für den Start zu machen.
Beim zweiten Start verlief es besser, wobei die Ufo22 sich mit deutlicher Ansage der Weg an der Startlinie freihalten musste, da wieder "Halbwindstarter" an der Tonne eindrehten. Nach 1h30min war die Ufo22 aussichtsreich hinter den Zweirumpfbooten ins Ziel gegangen. Der Vorsprung zu den Gegnern war in dem Rahmen, dass man sich Hoffnung auf den Sieg machen konnte. Die Siegerehrung war für die Anton und Johannes richtig spannend und als dann tatsächlich die Gesamtwertung an Anton&Johannes&Alex&Michl Sattler ging war die Freude riesig.
Mit ca. 30s Vorsprung vor der Comentino von Griegels war es ein sehr knappes Ergebnis. Paul und Linda konnten den 3.Platz der Jolle erreichen. Die Einstufung der Nautica in den Yardstick wurde mit der Probezahl 96 vorgenommen und sollte aus Pauls Sicht noch angehoben werden.



















